Glück.

Ich bin Tochter & Mutter, Freundin & Partnerin, Yogaschülerin & Yogalehrerin, Suchende… Ich habe mich auf den Weg gemacht. Bin mittendrin, auf der Reise zu mir selbst.

Ich erinnere mich nicht mehr an meine Zeit im Mutterleib. Ebensowenig an die ersten Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate, vielleicht sogar die ersten beiden Lebensjahre auf dieser Welt. Die Zeit, in der ich meinem Kern wahrscheinlich am nächsten war. Völlig rein und unbefleckt vom Gift der Illusion (dem stärksten Gift des Weltengangs).

Mein Herz geht auf, wenn ich in ein glückseeliges Gesicht eines kleinen Geschöpfes blicke, was vor Kurzem das Licht der Welt erblickt hat und dessen Grundbedüfnisse erfüllt sind. Bezaubernd.

35 Jahre später… Tja, wo finde ich mein Glück nun. Vielleicht bei der Reise, die ich schon immer machen wollte, im neuen Auto oder in einer harmonische Paarbeziehung. Diese drei Möglichkeiten haben allerdings eins gemeinsam: Sie begrenzen das Glück zeitlich. Der Urlaub ist irgendwann vorbei, das Auto irgendwann nicht mehr neu oder gar kaputt und auch eine Paarbeziehung kann in die Brüche gehen.

Rückblickend fällt mir auf, dass ich eigentlich immer ganz gut für mich gesorgt habe. Beispielsweise beruflich – In meiner ersten kaufmännischen Ausbildung ging es mir vor allem um finanzielle Absicherung. Schnell merkte ich, dass es das nicht ist, was mich glücklich macht. Acht Stunden am Tag ackern, für ein bisschen Freizeit. Das konnte nicht der Sinn meines Lebens sein.

Ich machte mich selbstständig im Bereich Promotion und Modeln. Es war mir egal, dass ich nur von der Hand in den Mund lebte, denn es stellte sich eine Grundzufriedenheit ein.

Mein Leben ist wesentlich erfüllter, wenn ich mein Tun weitestgehend selbst bestimme. Und das mache ich bis heute: Geld mit etwas verdienen, was mich erfüllt.

Als Yogalehrerin singe ich zu Beginn einer jeden Yogapraxis und Yogastunde das Ashtanga Yoga Anfangsmantra.:

„Ich ehre die Lehrer, deren Füße gleich Lotusblüten sind. Ihre Überlieferung besagt, dass die Erkenntnis des Glücks darin besteht, das eigene Selbst zu erblicken. Wie ein Schamane Gift entfernt, so heilen sie, indem sie die Illusion auflösen, die unser Dasein vergiftet. (…).“ Übersetzung von Heike Katharina Schmidt

Illusion? Ich übersetze sie für mich als Erfahrungen, die ich im Laufe meines Lebens gesammelt habe oder Prägung durch mir nahe stehende Menschen, all die Einflüsse, die von Außen auf mich einwirken und die mir den Blick vernebeln.

Ich habe im Ashtanga Yoga einen guten Weg für mich gefunden. Übersetzt ist es das achtgliedrige Yoga (astau=8, anga=Glieder, Yoga=Verbindung), benannt nach dem großen Weisheitstext von Patanjali, das „Yoga Sutra“. Hier sind die 8 Stufen auf dem Weg zur Erleuchtung beschrieben. Es geht beispielsweise um das Verhalten zu dir selbst und deiner Umgebung, Atemtechniken, Körperübungen, Meditation usw.

Während meiner Yogapraxis, beruhigt sich mein Geist und ich gelange in eine Meditation in Bewegung. Ich nehme meinen Körper wahr, die Atmung und konzentriere mich auf diesen Moment. Das Hier und Jetzt. Egal wohin es mich noch führen mag. Nach meiner morgendlichen Yogapraxis gehe ich wesentlich gelassener und glücklicher durch den Alltag. Das ist mein Grund, warum ich daran festhalte.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Herangehensweisen um sich selbst zu finden. Aber das wichtigste ist, du brauchst kein Gepäck. Mach dich einfach auf den Weg!

Das Glück liegt in Dir.

Deine Diana

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